Gemeinsam setzen wir uns für mehr Rücksicht auf Sachsen-Anhalts Straßen ein.

Wenn der Morgen beginnt und Familien sich auf den Weg machen, entsteht rund um Schulen ein ganz eigener Rhythmus: Fahrräder, Tretroller, Autos und kleine Füße, die eilig über den Gehweg trippeln.

Die Umgebung wirkt auf Kinder oft wie ein buntes Durcheinander – und genau dann braucht es von den Erwachsenen besondere Aufmerksamkeit.

Wie schildert sich die Situation?

Für viele Grundschulkinder bedeutet Straßenverkehr puren Stress. Schulanfänger*innen können komplexe Abläufe noch nicht einschätzen, lassen sich leicht ablenken und überblicken aufgrund ihrer Körpergröße den Verkehr schlechter. 

Morgens sind zudem alle in Bewegung, oft gehetzt – eine Kombination, die schnell zu gefährlichen Situationen führen kann.

Warum es jetzt heißt: „aufjepasst“!

Gerade im Umfeld von Schulen und an Zebrastreifen ist mit wuseligem Durcheinander zu rechnen. Kinder achten dabei selten bewusst auf den Straßenverkehr und reagieren spontan. 

Umso wichtiger ist es, dass wir Erwachsenen mitdenken: Tempo drosseln, vorausschauend fahren und damit rechnen, dass jederzeit ein Kind zwischen parkenden Autos hervortreten kann.

Schon gewusst?

  • Immer mehr Kinder kommen morgens mit dem Tretroller zur Schule – und sind damit schneller unterwegs, als man denkt.
  • Viele steigen nicht ab, wenn sie den Zebrastreifen benutzen.
  • Und genau wie eine Gänsemutter auf ihr Junges aufpasst, sollten wir beim Schulweg besonders aufmerksam sein – denn Kinder können Gefahren noch nicht so einschätzen wie Erwachsene.

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  • Genug Platz: Beim Überholen innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten!

    Ein echter Platzhirsch weiß, wann er Raum lässt. Innerorts sind beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,5 Meter Abstand Pflicht. Das fühlt sich besser an – für dich und für alle neben dir.

  • Genug Platz: Beim Überholen außerorts mindestens 2 m Abstand halten.

    Mut zur Lücke heißt hier: Platz für Radfahrende. Außerorts gilt beim Überholen mindestens 2 Meter Abstand – und die machen bei Tempo wirklich einen Unterschied. Mehr Raum heißt mehr Sicherheit.

  • Stehende Straßenbahn: Anhalten oder Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Wo die Straßenbahn hält, wird es zwischen Türen und Bordstein plötzlich lebendig. 

    Menschen tauchen auf, laufen los oder wechseln die Seite. Darum lieber kurz warten oder nur im Schritttempo vorbeifahren.

  • Stehender Bus: Vorbeifahren erlaubt, auf Fahrgäste achten.

    Fahrgäste tauchen manchmal genau dort auf, wo man sie nicht erwartet. Vorbeifahren ist erlaubt, aber Aufmerksamkeit gehört dazu. Mit einem wachen Blick bist du entspannt unterwegs.

  • Kein Märchen: Rechne mit Wildwechsel.

    Wild steht nicht nur auf dem Warnschild, sondern manchmal direkt vor dir. Und oft folgt auf ein Tier auch noch ein zweites. Mit angepasster Geschwindigkeit bist du vorbereitet.

  • Kein Grund, die Hörner auszufahren: Abstand ist Anstand.

    Zu dichtes Auffahren setzt Vorausfahrende schnell unter Druck. Muss vorne unerwartet gebremst werden, wird es außerdem schnell knapp. Darum bringen ein paar Meter mehr Abstand alle entspannter ans Ziel.

  • Achtung beim Überholen: Oft wirkt der Gegenverkehr noch weit entfernt.

    Beim Überholen wirkt der Gegenverkehr oft weiter weg, als er tatsächlich ist. Mit Tempo ist er dann aber meist schneller da, als man denkt. Darum vor dem Überholen lieber einen Moment länger abwägen.

  • Vor dem Abbiegen oder Spurwechsel: Schulterblick!

    So lang wie bei der Giraffe muss er gar nicht sein. Ein kurzer Schulterblick reicht, um den toten Winkel im Blick zu haben. Gerade beim Abbiegen oder Spurwechsel entscheidet dieser Moment.

  • Vor dem Aussteigen: Zuerst schauen, dann erst die Tür öffnen.

    Eine plötzlich geöffnete Tür kommt oft unerwartet. Besonders für Radfahrende oder Menschen auf dem Gehweg. Wer sie einfach aufreißt, bringt andere schnell in Gefahr. Darum vor dem Öffnen immer erst schauen.

  • Überlass‘ Multitasking den Profis: Das Handy kann warten.

    Multitasking ist nicht serienmäßig verbaut. Darum: Hände an das Lenkrand und Blick nach vorn – im Verkehr ist schon genug los. Alles andere kann warten.