Gemeinsam setzen wir uns für mehr Rücksicht auf Sachsen-Anhalts Straßen ein.

Der Abend war schön. Die Stimmung locker. „Ein Bier geht doch noch.“ Und eigentlich fühlt man sich ganz okay.

Doch der Straßenverkehr misst nicht Gefühl – sondern Reaktion, Konzentration und Kontrolle.

Wie schildert sich die Situation?

Die Spur wirkt plötzlich schmaler als sonst. Kurven ziehen sich, Abstände werden falsch eingeschätzt. Kleine Korrekturen am Lenkrad werden zu Schlangenlinien auf dem Asphalt.

Was nüchtern selbstverständlich ist, wird unter Alkohol zur Herausforderung – oft unbemerkt von der fahrenden Person selbst.

Warum es jetzt heißt: „aufjepasst“!

Alkohol verlangsamt Reaktionen, schränkt das Sichtfeld ein und macht selbstbewusst – manchmal zu selbstbewusst. Genau das ist gefährlich.

Wer alkoholisiert fährt, verliert nicht nur Kontrolle über das Fahrzeug, sondern auch über Risiken. Und andere Verkehrsteilnehmende müssen das ausbaden. Daher nicht zum Schlüssel greifen, sobald auch nur eine geringe Menge Alkohol im Spiel ist.

Schon gewusst?

  • Schon geringe Mengen Alkohol beeinflussen Wahrnehmung und Reaktionszeit.
  • Müdigkeit und Alkohol verstärken sich gegenseitig.
  • Die meisten alkoholbedingten Unfälle passieren auf kurzen, vermeintlich „bekannten“ Strecken.
  • In 2024 war Alkohol- oder Drogeneinfluss Grund für 504 Unfälle.

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  • Genug Platz: Beim Überholen innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten!

    Ein echter Platzhirsch weiß, wann er Raum lässt. Innerorts sind beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,5 Meter Abstand Pflicht. Das fühlt sich besser an – für dich und für alle neben dir.

  • Genug Platz: Beim Überholen außerorts mindestens 2 m Abstand halten.

    Mut zur Lücke heißt hier: Platz für Radfahrende. Außerorts gilt beim Überholen mindestens 2 Meter Abstand – und die machen bei Tempo wirklich einen Unterschied. Mehr Raum heißt mehr Sicherheit.

  • Stehende Straßenbahn: Anhalten oder Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Wo die Straßenbahn hält, wird es zwischen Türen und Bordstein plötzlich lebendig. 

    Menschen tauchen auf, laufen los oder wechseln die Seite. Darum lieber kurz warten oder nur im Schritttempo vorbeifahren.

  • Stehender Bus: Vorbeifahren erlaubt, auf Fahrgäste achten.

    Fahrgäste tauchen manchmal genau dort auf, wo man sie nicht erwartet. Vorbeifahren ist erlaubt, aber Aufmerksamkeit gehört dazu. Mit einem wachen Blick bist du entspannt unterwegs.

  • Kein Märchen: Rechne mit Wildwechsel.

    Wild steht nicht nur auf dem Warnschild, sondern manchmal direkt vor dir. Und oft folgt auf ein Tier auch noch ein zweites. Mit angepasster Geschwindigkeit bist du vorbereitet.

  • Kein Grund, die Hörner auszufahren: Abstand ist Anstand.

    Zu dichtes Auffahren setzt Vorausfahrende schnell unter Druck. Muss vorne unerwartet gebremst werden, wird es außerdem schnell knapp. Darum bringen ein paar Meter mehr Abstand alle entspannter ans Ziel.

  • Achtung beim Überholen: Oft wirkt der Gegenverkehr noch weit entfernt.

    Beim Überholen wirkt der Gegenverkehr oft weiter weg, als er tatsächlich ist. Mit Tempo ist er dann aber meist schneller da, als man denkt. Darum vor dem Überholen lieber einen Moment länger abwägen.

  • Vor dem Abbiegen oder Spurwechsel: Schulterblick!

    So lang wie bei der Giraffe muss er gar nicht sein. Ein kurzer Schulterblick reicht, um den toten Winkel im Blick zu haben. Gerade beim Abbiegen oder Spurwechsel entscheidet dieser Moment.

  • Vor dem Aussteigen: Zuerst schauen, dann erst die Tür öffnen.

    Eine plötzlich geöffnete Tür kommt oft unerwartet. Besonders für Radfahrende oder Menschen auf dem Gehweg. Wer sie einfach aufreißt, bringt andere schnell in Gefahr. Darum vor dem Öffnen immer erst schauen.

  • Überlass‘ Multitasking den Profis: Das Handy kann warten.

    Multitasking ist nicht serienmäßig verbaut. Darum: Hände an das Lenkrand und Blick nach vorn – im Verkehr ist schon genug los. Alles andere kann warten.