Gemeinsam setzen wir uns für mehr Rücksicht auf Sachsen-Anhalts Straßen ein.

Ein kurzer Handgriff. Ein Moment Unachtsamkeit. 

Die Autotür schwingt auf – und plötzlich ist der Raum zwischen Bordstein und Fahrbahn kein sicherer Ort mehr.

Wie schildert sich die Situation?

Das Auto steht am Straßenrand. Der Motor ist aus, der Kopf schon beim nächsten Termin. Die Tür geht auf – ohne Blick nach hinten.

Für Radfahrende oder Rollerfahrende bleibt kaum Zeit zu reagieren. Ausweichen? Bremsen? Oft reicht es nicht.

Warum es jetzt heißt: „aufjepasst“!

Dooring-Unfälle passieren schnell und heftig. Der Überraschungsmoment ist groß – und der Aufprall meist ungebremst.

Dabei ließe sich vieles verhindern: Ein kurzer Schulterblick, ein Moment mehr Aufmerksamkeit. Denn der Verkehrsraum endet nicht an der Autotür.

Schon gewusst?

  • Radfahrende haben oft keine Ausweichmöglichkeit nach links.
  • Dooring-Unfälle führen häufig zu schweren Verletzungen.
  • Der sogenannte „Holländische Griff“ (Tür mit der abgewandten Hand öffnen) zwingt automatisch zum Blick nach hinten.

Erst schauen. Dann öffnen. Immer.

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  • Genug Platz: Beim Überholen innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten!

    Ein echter Platzhirsch weiß, wann er Raum lässt. Innerorts sind beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,5 Meter Abstand Pflicht. Das fühlt sich besser an – für dich und für alle neben dir.

  • Genug Platz: Beim Überholen außerorts mindestens 2 m Abstand halten.

    Mut zur Lücke heißt hier: Platz für Radfahrende. Außerorts gilt beim Überholen mindestens 2 Meter Abstand – und die machen bei Tempo wirklich einen Unterschied. Mehr Raum heißt mehr Sicherheit.

  • Stehende Straßenbahn: Anhalten oder Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Wo die Straßenbahn hält, wird es zwischen Türen und Bordstein plötzlich lebendig. 

    Menschen tauchen auf, laufen los oder wechseln die Seite. Darum lieber kurz warten oder nur im Schritttempo vorbeifahren.

  • Stehender Bus: Vorbeifahren erlaubt, auf Fahrgäste achten.

    Fahrgäste tauchen manchmal genau dort auf, wo man sie nicht erwartet. Vorbeifahren ist erlaubt, aber Aufmerksamkeit gehört dazu. Mit einem wachen Blick bist du entspannt unterwegs.

  • Kein Märchen: Rechne mit Wildwechsel.

    Wild steht nicht nur auf dem Warnschild, sondern manchmal direkt vor dir. Und oft folgt auf ein Tier auch noch ein zweites. Mit angepasster Geschwindigkeit bist du vorbereitet.

  • Kein Grund, die Hörner auszufahren: Abstand ist Anstand.

    Zu dichtes Auffahren setzt Vorausfahrende schnell unter Druck. Muss vorne unerwartet gebremst werden, wird es außerdem schnell knapp. Darum bringen ein paar Meter mehr Abstand alle entspannter ans Ziel.

  • Achtung beim Überholen: Oft wirkt der Gegenverkehr noch weit entfernt.

    Beim Überholen wirkt der Gegenverkehr oft weiter weg, als er tatsächlich ist. Mit Tempo ist er dann aber meist schneller da, als man denkt. Darum vor dem Überholen lieber einen Moment länger abwägen.

  • Vor dem Abbiegen oder Spurwechsel: Schulterblick!

    So lang wie bei der Giraffe muss er gar nicht sein. Ein kurzer Schulterblick reicht, um den toten Winkel im Blick zu haben. Gerade beim Abbiegen oder Spurwechsel entscheidet dieser Moment.

  • Überlass‘ Multitasking den Profis: Das Handy kann warten.

    Multitasking ist nicht serienmäßig verbaut. Darum: Hände an das Lenkrand und Blick nach vorn – im Verkehr ist schon genug los. Alles andere kann warten.