Gemeinsam setzen wir uns für mehr Rücksicht auf Sachsen-Anhalts Straßen ein.

Der Verkehr fordert volle Aufmerksamkeit: Spuren wechseln, Schilder lesen, andere einschätzen. Alles gleichzeitig – aber bitte mit klarem Kopf.

Doch manchmal wandert der Blick weg von der Straße. Zum Handy. Zum Navi. Zum Getränkebecher.

Wie schildert sich die Situation?

Die Hand greift zum Smartphone, „nur ganz kurz“. Eine Nachricht lesen, ein Lied skippen, schnell schauen, wer da schreibt. Währenddessen fährt das Auto weiter.

Die Straße ist noch da – aber nicht mehr im Fokus. Fußgänger, Radfahrende oder ein bremsendes Fahrzeug werden erst wahrgenommen, wenn es fast zu spät ist.

Warum es jetzt heißt: „aufjepasst“!

Menschen können kein echtes Multitasking. Wer denkt, zwei Dinge gleichzeitig gleich gut zu erledigen, täuscht sich. Die Aufmerksamkeit springt – und genau diese Bruchteile von Sekunden fehlen im Ernstfall.

Ein Oktopus mag mit acht Armen alles im Griff haben. Wir Menschen haben aber nur zwei Hände – und vor allem: nur einen Blick, einen Fokus, eine Reaktionszeit.

Schon gewusst?

  • Schon wenige Sekunden Ablenkung bedeuten dutzende Meter Blindflug.
  • Das Gehirn schaltet beim Handyblick nicht auf „Pause“, sondern auf Risiko.
  • Viele Unfälle passieren, obwohl „eigentlich nichts los war“.

Hände ans Steuer. Blick auf die Straße. Multitasking kann warten.

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  • Genug Platz: Beim Überholen innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten!

    Ein echter Platzhirsch weiß, wann er Raum lässt. Innerorts sind beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,5 Meter Abstand Pflicht. Das fühlt sich besser an – für dich und für alle neben dir.

  • Genug Platz: Beim Überholen außerorts mindestens 2 m Abstand halten.

    Mut zur Lücke heißt hier: Platz für Radfahrende. Außerorts gilt beim Überholen mindestens 2 Meter Abstand – und die machen bei Tempo wirklich einen Unterschied. Mehr Raum heißt mehr Sicherheit.

  • Stehende Straßenbahn: Anhalten oder Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Wo die Straßenbahn hält, wird es zwischen Türen und Bordstein plötzlich lebendig. 

    Menschen tauchen auf, laufen los oder wechseln die Seite. Darum lieber kurz warten oder nur im Schritttempo vorbeifahren.

  • Stehender Bus: Vorbeifahren erlaubt, auf Fahrgäste achten.

    Fahrgäste tauchen manchmal genau dort auf, wo man sie nicht erwartet. Vorbeifahren ist erlaubt, aber Aufmerksamkeit gehört dazu. Mit einem wachen Blick bist du entspannt unterwegs.

  • Kein Märchen: Rechne mit Wildwechsel.

    Wild steht nicht nur auf dem Warnschild, sondern manchmal direkt vor dir. Und oft folgt auf ein Tier auch noch ein zweites. Mit angepasster Geschwindigkeit bist du vorbereitet.

  • Kein Grund, die Hörner auszufahren: Abstand ist Anstand.

    Zu dichtes Auffahren setzt Vorausfahrende schnell unter Druck. Muss vorne unerwartet gebremst werden, wird es außerdem schnell knapp. Darum bringen ein paar Meter mehr Abstand alle entspannter ans Ziel.

  • Achtung beim Überholen: Oft wirkt der Gegenverkehr noch weit entfernt.

    Beim Überholen wirkt der Gegenverkehr oft weiter weg, als er tatsächlich ist. Mit Tempo ist er dann aber meist schneller da, als man denkt. Darum vor dem Überholen lieber einen Moment länger abwägen.

  • Vor dem Abbiegen oder Spurwechsel: Schulterblick!

    So lang wie bei der Giraffe muss er gar nicht sein. Ein kurzer Schulterblick reicht, um den toten Winkel im Blick zu haben. Gerade beim Abbiegen oder Spurwechsel entscheidet dieser Moment.

  • Vor dem Aussteigen: Zuerst schauen, dann erst die Tür öffnen.

    Eine plötzlich geöffnete Tür kommt oft unerwartet. Besonders für Radfahrende oder Menschen auf dem Gehweg. Wer sie einfach aufreißt, bringt andere schnell in Gefahr. Darum vor dem Öffnen immer erst schauen.