Gemeinsam setzen wir uns für mehr Rücksicht auf Sachsen-Anhalts Straßen ein.

Mit der dunklen Jahreszeit verschwinden Menschen im Straßenbild oft schneller, als man denkt. Dunkle Kleidung, wenig Licht und schlecht ausgeleuchtete Wege machen es Autofahrenden schwer, andere rechtzeitig zu erkennen. 

Umso wichtiger ist es jetzt, sichtbar zu bleiben – besonders zu Fuß.

Wie schildert sich die Situation?

In Herbst und Winter greifen viele zu funktionaler, aber meist dunkler Kleidung. Auf schwach beleuchteten Wegen, in Kurvenbereichen oder zwischen parkenden Autos sind Fußgänger dann für Autofahrende oft schwer oder erst sehr spät zu erkennen. 

Schon kleine Distanzen entscheiden: Bei nur wenigen Metern Sicht bleibt Autofahrenden kaum Zeit zum Reagieren. Viele unterschätzen, wie „unsichtbar“ sie im Dunkeln werden – selbst in vertrauter Umgebung.

Warum es jetzt heißt: „aufjepasst“!

Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit. Wer sich im Dunkeln zu Fuß bewegt, sollte bewusst darauf achten, frühzeitig wahrgenommen zu werden. Reflektierende Elemente an Jacken, Rucksäcken oder Schuhen machen einen enormen Unterschied und können im Ernstfall Leben retten. Besonders auf unbeleuchteten Wegen oder an Straßen ohne Gehweg gilt: Je früher man gesehen wird, desto sicherer ist man unterwegs.

Darum lohnt sich Reflektieren besonders für Fußgänger:

  • Reflektierende Materialien wirken aktiv, sobald Scheinwerfer sie treffen.
  • Kleine Elemente reichen oft aus, um die Sichtbarkeit drastisch zu erhöhen.
  • Rucksäcke, Accessoires und Schuhe bieten einfache Nachrüstmöglichkeiten.

Schon gewusst?

  • Reflektoren werfen Licht bis zu 150 Meter weit zurück – deutlich früher, als eine helle Jacke sichtbar wird.
  • Bewegte Reflektoren an Armen oder Beinen werden vom Gehirn schneller erkannt – ideal für Nachtspaziergänge.

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  • Genug Platz: Beim Überholen innerorts mindestens 1,5 m Abstand halten!

    Ein echter Platzhirsch weiß, wann er Raum lässt. Innerorts sind beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,5 Meter Abstand Pflicht. Das fühlt sich besser an – für dich und für alle neben dir.

  • Genug Platz: Beim Überholen außerorts mindestens 2 m Abstand halten.

    Mut zur Lücke heißt hier: Platz für Radfahrende. Außerorts gilt beim Überholen mindestens 2 Meter Abstand – und die machen bei Tempo wirklich einen Unterschied. Mehr Raum heißt mehr Sicherheit.

  • Stehende Straßenbahn: Anhalten oder Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Wo die Straßenbahn hält, wird es zwischen Türen und Bordstein plötzlich lebendig. 

    Menschen tauchen auf, laufen los oder wechseln die Seite. Darum lieber kurz warten oder nur im Schritttempo vorbeifahren.

  • Stehender Bus: Vorbeifahren erlaubt, auf Fahrgäste achten.

    Fahrgäste tauchen manchmal genau dort auf, wo man sie nicht erwartet. Vorbeifahren ist erlaubt, aber Aufmerksamkeit gehört dazu. Mit einem wachen Blick bist du entspannt unterwegs.

  • Kein Märchen: Rechne mit Wildwechsel.

    Wild steht nicht nur auf dem Warnschild, sondern manchmal direkt vor dir. Und oft folgt auf ein Tier auch noch ein zweites. Mit angepasster Geschwindigkeit bist du vorbereitet.

  • Kein Grund, die Hörner auszufahren: Abstand ist Anstand.

    Zu dichtes Auffahren setzt Vorausfahrende schnell unter Druck. Muss vorne unerwartet gebremst werden, wird es außerdem schnell knapp. Darum bringen ein paar Meter mehr Abstand alle entspannter ans Ziel.

  • Achtung beim Überholen: Oft wirkt der Gegenverkehr noch weit entfernt.

    Beim Überholen wirkt der Gegenverkehr oft weiter weg, als er tatsächlich ist. Mit Tempo ist er dann aber meist schneller da, als man denkt. Darum vor dem Überholen lieber einen Moment länger abwägen.

  • Vor dem Abbiegen oder Spurwechsel: Schulterblick!

    So lang wie bei der Giraffe muss er gar nicht sein. Ein kurzer Schulterblick reicht, um den toten Winkel im Blick zu haben. Gerade beim Abbiegen oder Spurwechsel entscheidet dieser Moment.

  • Vor dem Aussteigen: Zuerst schauen, dann erst die Tür öffnen.

    Eine plötzlich geöffnete Tür kommt oft unerwartet. Besonders für Radfahrende oder Menschen auf dem Gehweg. Wer sie einfach aufreißt, bringt andere schnell in Gefahr. Darum vor dem Öffnen immer erst schauen.

  • Überlass‘ Multitasking den Profis: Das Handy kann warten.

    Multitasking ist nicht serienmäßig verbaut. Darum: Hände an das Lenkrand und Blick nach vorn – im Verkehr ist schon genug los. Alles andere kann warten.